Stadt der Sonne


Die Thais sind beim Reisen gut organisiert. Jeder Passagier bekommt einen Aufkleber, der sichtbar getragen werden muss bei Boots- und/oder Busfahrten. Am Hafen von Koh Tao (02.03.17) verlor ich schon meinen ersten Sticker für das Boot nach Chumpon. Ich bekam einen neuen ohne Probleme. Aber am Hafen von Chumpon hatte ich auch noch das Ticket für den Bus verloren. Was für ein Tag - wenn das so weiter geht... ohne Ticket keinen neuen Sticker. Ohne Sticker keine Busfahrt. Ich war kurz vor dem durchdrehen. Irgendwo vor dem Ticketschalter lag noch ein gelber Zettel auf dem Boden. Die Mitreisenden in der Schlange trampelten darauf rum und ein Mann schob noch seinen Rollkoffer darüber. Da lag also mein Ticket. Halb zerfetzt. Aber ich bekam meinen Sticker für den Bus nach Hua Hin, der Stadt der Sonne. Hier hat es die wenigsten Regentage, auch während der Regenzeit, weshalb die Stadt sehr beliebt ist, vor allem für alte Leute.

Meine Unterkunft steht auf Stelzen und liegt über dem Meer, so dass ich in meinem Zimmer das Wasser unter mir rauschen hörte. Hua Hin kam mir vor wie ein grosser Markt. An jeder Ecke sind Stände und Bunden zu finden. Den ersten Tag schaute ich mir die Stadt an und genoss den Strand, bevor ich die Umgebung erkundete.

Am 04.03. mietete ich mir einen Roller um den Süden abzufahren. Erst ging es zum Aussichtspunkt Wat Khao Takiap, wo man einen schönen Blick über den langen Strand und der Stadt hat. Danach fuhr ich immer an der Küste entlang zum Sam Roy Yot Nationalpark. Der Eintritt kosten hier 200 Baht. Es gibt die Möglichkeit, was fast alle machen, von diesem Strand aus ein Boot zum nächsten Strand zu nehmen. Eine Strecke kostet hier nochmal 200 Baht und ist es definitiv nicht wert und somit bin ich gelaufen. Vom danebenliegenden Strand aus, das Ziel der Boote, wanderte ich hoch und runter durch einen schönen Wald und erreicht so die Höhle wo der Pavillon von Rama steht. Die beste Zeit um den Tempel zu besuchen ist der Vormittag, da dann das Licht am besten sein soll. Durch meine lange Anreise war es für mich unmöglich. Aber selbst am Nachmittag war es wunderschön anzusehen. Genauso hatte ich es mir vorgestellt.

Nachdem ich den Süden abgefahren hatte, kam am nächsten Tag der Norden dran. Zuerst fuhr ich zu dem Shopping Komplex "The Venezia". Die Idee ist nicht schlecht. Ich musste hier an die Outlets in den USA denken. Es ist eine kleine Einkaufsstadt im Stil von Venezia mit kleinem Fluss und Booten drauf. Allerdings ist alles ganz schön heruntergekommen, die meisten Shops sind geschlossen. Für ein paar nette Fotos war es ok aber sonst gab es nicht viel zu sehen. Auf etwa halben Weg nach Bangkok befindet sich die Stadt Phetchaburi, mein Tagesziel, der Aussichtspunkt Ban Lap mit seinen wunderschönen Tempeln und einem traumhaften Garten voll mit Frangipanis. Um auf den Aussichtspunkt zu gelangen fuhr ich mit einer kleinen Bahn. Europäer sind hier gar nicht mehr zu sehen und somit war ich mal wieder voll die Attraktion und musste für das eine oder andere Foto herhalten. Zurück ging es an der Küste entlang, links und rechts gab es Fischfarmen und Salzabbauanlagen zu bestaunen. Es stürmte sehr, die Sonne brannte, meiner Erkältung tat das gar nicht gut. Mit tränenden Augen kam ich nach etwa sieben Stunden Rollerfahrt am Abend wieder in Hua Hin an.

Den letzten Tag traf ich mich mit Matu, den ich durch Sara auf Koh Tao kennenlernte, im Blúport Shoppingcenter. Matu war zusammen mit Sara im Hostel. Er war ein paar Tage in einem Resort in Hua Hin, wo er für 4 Stunden Arbeiten am Tag umsonst schlafen konnte. Gesehen hat er aber von der Stadt wirklich gar nichts, ausser dem Shoppingcenter wo wir uns trafen. Schade eigentlich. Den restlichen Tag verbrachte ich am Strand und liess noch bisschen die Seele baumeln. Denn am Abend hiess es wieder Sachen packen.

#Thailand

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