Stille geniessend


Die Reise ging weiter nach Ko Phangan für 4 Nächte. Gleich nach der Ankunft mit dem Boot organisierte ich mir einen Roller für vier Tage. So konnte ich in Ruhe meine Unterkunft aufsuchen am Haad Mae, wo ein kleiner Bungalow fast direkt am Strand mit Blick aufs Meer auf mich wartete. Das Schnorcheln war enttäuschend aber der Restaurant Besitzer Micky von nebenan meinte ich müsse an die Insel Ko Ma gehen, die ist bei Ebbe zu Fuss zu erreichen. Die Abendsonne schien mir auf die Terrasse und ich genoss es in meiner eigenen Hängematte. Der überlaufene Strand am Tag ist abends sehr einsam. Mein Roller stand nun ganz alleine auf dem Parkplatz. Wo die wohl alle hin sind? Ich fuhr noch bisschen in der Gegend rum. Wie es scheint bin ich wirklich im Nirgendwo. Überall ist es sehr ruhig. Den restlichen Abend verbrachte ich an der Strandbar und lernte einen Norweger kennen, dessen österreichische Freundin schon schlafen ging. Sie sind mit ihren zwei Kindern unterwegs und haben eine Thai-Nanny für 1000 Baht (etwa 28 Euro) pro Tag organisiert. Die Familie reist quer über die ganze Insel und die Nanny reist mit.

Sara kam am nächsten Vormittag zu mir. Sie meinte der Strand am Hafen sei gar nicht schön und war begeistert von „meinem“ Strand Haad Mae. Ich habe von vielen gehört, dass das wirklich der schönste der ganzen Insel sei. Wie mir empfohlen wurde liefen wir knietief durch das Wasser um auf die kleine vorgelagerte Insel Ko Ma zu gelangen. Morgensport: etwa 2 Stunden Schnorcheln mit zum Teil sehr starker Strömung. Ich hatte wirklich noch nie zuvor so viele Fische auf einem Haufen gesehen. Echt der Wahnsinn und fast schon ein bisschen unheimlich. Aber voll schön. Um zum Riff zu gelangen mussten wir vom Strand aus recht weit rausschwimmen. Die Korallen sind nicht ganz so schön aber die vielen verschiedenen Fische sind so faszinieren, dass die Korallen zur Nebensache werden. Wir fuhren dann mit unseren Rollern die Nord-West Küste entlang und schauten uns noch ein paar Strände an. Ich glaube ich habe wirklich eine sehr gute Wahl mit meiner Unterkunft getroffen.

Nach dem ausschlafen am 24.2. ging es zum Supermarkt. Schliesslich brauchte ich noch Wasser für die Wanderung zum Bottle Beach. Bottle Beach deshalb, weil der Weg dahin mit Flaschen an Bäumen markiert sein soll. Ich wählte den einfachen Weg hin. Dabei geht es über einen Trampelpfad einmal den Berg hoch und einmal wieder runter. Recht unspektakulär führt der Weg durch den Wald. Mit Flipflops gut in einer Stunde machbar. Unterwegs sind viele kleine und grosse Schmetterlinge zu sehen, die nicht fotogen sind. Flaschen habe ich keine gesehen. Der Weg ist mit einer blau-gelben Markierungen gekennzeichnet.

Der Strand ist wirklich traumhaft schön. Türkisfarbenes Wasser und weisser Sand. Dieser Strand ist nur mit dem Boot oder zu Fuss zu erreichen. Das ist auch der Grund weshalb es nicht so viele Leute hat. Ich habe mich da mit einem Deutschen unterhalten, der von Rügen kommt. Er ist schon eine Weile am Bottle Beach und hat noch nichts Anderes auf der Insel gesehen. Danach möchte er auch nach Koh Tao weiterreisen. Wer weiss, vielleicht sehen wir uns wieder. Nach einer kleinen Stärkung trat ich den Rückweg an über eine andere Strecke. Mir wurde davon abgeraten, weil der Weg viel schwerer sei. Das war er wirklich. Der Weg ging näher an der Küste entlang. Er ist viel länger. Es geht immer hoch und runter durch zum Teil dichten Gebüsch. Aber es hat sich gelohnt. Es gibt ein paar tolle Aussichtspunkte und dieser Weg wird dem Namen gerecht. Hier fand ich die mit Flaschen markierten Wege. Allerdings hat es so viele markierten Wege, dass es sehr einfach ist sich zu verlaufen. Und wenn keine Flaschen mehr in Sicht sind, dann ist es der falsche Weg. Zum Glück gibt es Offline-Karten und GPS. Am Ende verlor ich doch den Weg und die Flaschen, ging quer durch den Busch mit Handy in der Hand zurück.

Meinen letzten Tag auf Koh Phangan verbrachte ich am Strand. Jeden Samstag gibt es ab 16 Uhr in der Stadt beim Hafen einen Markt. Die Strasse wird dafür komplett gesperrt. Und Regen gibt es auch auf dieser Insel. Am Abend musste ich tatsächlich auf dem Roller bei Nieselregen frieren. Bin grad so an meiner Hütte angekommen, bevor es richtig losging.

Es hiess wieder mal Abschied nehmen. Meine Reise geht weiter nach Koh Tao. Ich bin gespannt, was mich da erwartet.

#Thailand

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