Sandsturm

Kaum an der Küste angekommen begrüsste uns auch schon wieder der gute alte Bekannte namens „Wind“. Direkt bei Ankunft am 20.11.2015 buchten wir für den nächsten Tag eine Allradsafari zum „Sandwich Harbour“, welche uns wärmstens von guten Freunden empfohlen wurde, und suchten uns in Swakopmund einen Campingplatz für die nächsten Nächte.

Hier jetzt mal ein paar Worte zu den Campingplätzen: alle kosten so um die 100 – 200 Rand oder Namibische Dollar pro Person und Nacht. Dafür bekommt man aber echt immer gut Leistung für sein Geld. Strom und Wasser am Stellplatz sind eigentlich Standard. Auf eine Feuer-/Grillstelle braucht man auch eigentlich nie verzichten. Dazu kommen oft auch angelegte Sitz- und Essgelegenheiten und Schatten in Form von Bäumen oder Unterständen. Heisse Duschen und WCs ausgestattet mit WC Papier gehören natürlich auch dazu. Wenn man Glück hat gibt es sogar einen Pool. Und auf dem Campingplatz „Alte Brücke“ in Swakopmund hat jeder Stellplatz ein kleines Haus mit eigener Dusche, WC, Sitzgelegenheit, Feuerstelle, Schattenplatz und Abwaschbecken.

Wir verbrachten also eine ziemlich kühle und windige Nacht in Swakopmund. Den nächsten Morgen verbrachten wir damit einen neuen Reifen zu organisieren. Einer war uns ja kaputtgegangen und dann nach Walvis Bay, dem Ausgangspunkt unserer gebuchten 4×4 Safari, zu fahren. Irgendwie war an dem Morgen der Wind bereits ziemlich stark – normalerweise frischt es immer erst zum Nachmittag auf. Als uns dann der Guide auch noch fragte, ob wir jemals einen richtigen Sandsturm erlebt haben und wenn nicht, dann sei an dem Tag unser Tag, war uns alles klar. Die Bewohner dieses Küstenstreifens sind starken Wind durchaus gewohnt. Aber dieses Lüftchen schien auch für unseren Guide nicht alltäglich zu sein.

Also hatten wir mal wieder eine Spezialerfahrung. Was wir auf der Safari sahen, entsprach nicht ganz den Bildern im Prospekt, sondern eher viel Sand in jeder einzigen Körperöffnung und viel Sand in jeder Himmelsrichtung – auch eine Erfahrung und ein guter Ganzkörperpeeling. Dafür sitzen wir nun, einen Tag später, hier in Swakopmund und schreiben diesen Beitrag und es ist komplett windstill. So schnell kann’s gehen.

Morgen früh geht es für uns weiter in Richtung Norden zum Cape Cross mit dem Versuch ein wenig Inland zu kommen, sollte der Sturm wiederauffrischen, um dort ein wenig Wärme und Geborgenheit vom Wind zu finden. Hier ist es nämlich nachts wirklich richtig kalt.

#Namibia

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