Auf nach Botswana


Heute sitzen wir bereits in Kasane. Wie war der Weg vom Etosha bis hierhin und was haben wir erlebt? Direkt nach Verlassen des Etosha N.P. am 28.11.2015 sind wir bis nach Rundu gefahren. Die Strecke war eher langweilig. Allerdings merkte man unmittelbar nach Übertreten der so genannten „roten Linie“. Das ist ein Zaun, der verhindern soll, dass wilde Tiere mit Maul und Klauenseuche sowie anderen Krankheiten in die „zivilisierte Welt“ südlich davonkommen, dass man nun wirklich in Afrika und der Dritten Welt ist. Die Dörfer wurden also afrikanischer, die Leute ärmer, aber die Vegetation auch grüner und in Rundu war es bereits ziemlich dick bewölkt.

Rundu ist eine typisch afrikanische Stadt am Okavango gelegen, der gleichzeitig noch die Grenze zu Angola bildet. Wir buchten uns für eine Nacht in der Sarasungu River Lodge, direkt am Fluss gelegen ein. Hier versuchten wir zunächst das verfügbare Internet zu nutzen, um nach einiger Zeit mal wieder Kontakt mit der Aussenwelt herzustellen. So sass Maik sogar nur in Shorts im Empfangsbereich der Lodge, als mit einem Mal und völlig unvermittelt eine riesige afrikanische Hochzeitsgesellschaft die Lodge regelrecht stürmte…und wir noch total aus dem Busch kommend dazwischen. Im Laufe des Abends kam dann noch eine zweite riesige Gesellschaft. Mehr gibt es von da nicht zu berichten, ausser dass der Sonnenuntergang am Fluss einer der besten und dramatischsten war, den wir je gesehen haben und dass es in der Nacht das erste Mal in unserem Urlaub die ersten paar Tropfen vom Himmel gab. Die Nilpferde und Krokodile, die unser Reiseführer für Rundu versprach, sahen wir nicht.

Von Rundu sind wir den nächsten Tag (29.11.2015) etwa 200km weiter Richtung Caprivi Streifen zum Ngepi Camp gefahren. Dieses wurde uns von einem anderen Reisenden sehr empfohlen. Das Camp ist echt super. Es liegt direkt am Okavango und hat Duschen, WCs und sogar Badewannen auf der Uferkante ohne Dach und stets mit Blick auf den Fluss… wunderbar. Weiter glänzt dieses Camp mit dem ersten Hippo und Croc Schwimmkäfig der Welt, Sonnenterasse und vielen originellen Sprüchen überall. Dazu ist dieses Camp auch gar nicht so teuer. Hier machten wir am Abend eine 1,5-stündige Bootstour, wo wir allerhand Flusspferde, ein Kroko, einen Büffel, einen Fischadler und jede Menge anderer Vögel beobachten konnten. Das Camp ist also wirklich empfehlenswert.

Von da aus sind wir am folgenden Morgen wieder nur kaum mehr als 200km gefahren um in der Namushasha River Lodge unterzukommen. Ebenfalls eine Empfehlung, diesmal von einem guten Freund aus Deutschland. Auch hier wurden wir keineswegs enttäuscht. Jeder Stellplatz hatte wieder ein eigenes kleines Häuschen mit Bad und WC, sowie Blick auf den Fluss, wo wir am Abend ein Flusspferd, ein Kroko, drei Eulen und zwei Skorpione zu unserer Gesellschaft zählen konnten.

Und von dieser Lodge ging es dann auf direktem Wege über die Grenze zu Botswana, Grenzübergang Ngoma Bridge. Der Grenzübertritt verlief absolut reibungslos, womit wir so ganz und gar nicht gerechnet hatten. So waren wir bereits gegen 12:00 Uhr in Botswana und hatten noch ausreichend Zeit. In der Nähe von Kasane checkten wir für die nächsten 3 Nächte in das Senyati Safari Camp ein – ebenfalls eine Empfehlung eines guten Freundes aus Deutschland. Wenn uns bis hierher seine Empfehlungen bisher nie enttäuscht hatten, so war es nun soweit. Das Camp ist zwar wirklich ganz nett, mit beleuchtetem Wasserloch, wieder eigenem Haus mit Bad und WC am Stellplatz und das ganze Drumherum, aber es ist alles schon sehr in die Tage gekommen und mit 20 EUR pro Person pro Nacht echt mal richtig teuer. Warum dieses Camp auch in allen einschlägigen Reiseführern wie „Lonely Planet“ und auch „Trip Advisor“ als die erste Wahl ausgezeichnet wird ist uns schleierhaft.

Noch am selben Tag buchten wir einen Tagestrip für den 03.12.2015 zu den Victoria Falls in Zimbabwe, sowie für die Weiterfahrt, am Okavangodelta vorbei, nach Maun das Camp in Savuti und machten eine Pirschfahrt durch die Chobe Riverfront. Die Pirschfahrt war auch eher enttäuschend, da es gerade erst wie aus Eimern geschifft hatte und wir irgendwie kein Glück hatten eine der berühmten und grössten Elefantenherden Afrikas hier anzutreffen. Dennoch sahen wir so einiges: um die 20 Elefanten, jede Menge Flusspferde beim Fressen, Krokos, Schildkröten, Büffel, Löwen, Zebramangusten und allerlei Böcke und anderes Getier.

Morgen geht es somit nach Zimbabwe zu den Victoria Falls. Und am 04.12.2015 geht es zum dritten und den Erwartungen entsprechend grössten, sowie letzten Highlight unserer Reise – der Fahrt durch den Chobe National Park über Savuti nach Maun.

#Namibia #Botswana

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