Raus aus dem Dschungel


Nach unserer Ankunft in Rurrenabaque erlebten wir das jährliche Stadtfest mit. Eine grosse Parade mit Musik und Kerzen. Ich habe 140 Bisse von Sandfliegen am Körper, meine Haut brennt und meine Hand wurde immer dicker.

Der zweite Versuch Flugtickets zu kaufen war gescheitert. Bis Donnerstag sollten alle Flüge belegt sein. Ausserdem hatte es ja geregnet und somit flog sowieso nichts. Alle Flüge werden verschoben.

Über Nacht hatte es mich erwischt. Keine Ahnung wovon. Ich sass die halbe Nacht auf dem WC, habe Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und über 39.4 Grad Fieber. Trotzdem gingen wir wieder zu den Airlines und versuchten es weiter. Die Airlines bestellten uns zweimal am Tag zu sich, um uns wieder zu vertrösten. Wenigstens hatten wir es geschafft, nach ewigem hin und her, 2 Flugtickets bei TAM (Transporte Aéreo Militar) zurück nach La Paz zu kaufen. Der Flug sollte auch schon am Nachmittag starten, am Check-in durften wieder umdrehen und wir sollten am nächsten Morgen wiederkommen.

Mein Fieber war etwas gesunken. Nach stundenlangem rumsitzen und warten, durfte unser Flugzeug wirklich abheben und wir kamen heil in La Paz an. Am selben Tag kümmerten wir uns gleich um die Bustickets weiter nach Arica (Chile) und auch gleich um die Flugtickets für die Heimreise von La Paz zurück nach Santa Cruz.

Kaum zu glauben. Es war Volkszählung (Censo 2012) in ganz Bolivien. Was das bedeutet? Jeder muss zu Hause sein. Den ganzen Tag. Niemand darf das Haus oder seine Wohnung verlassen. Alle Geschäfte, alle Restaurants, einfach alles ist zu. Es fährt weder Taxi noch Bus. Selbst für Touristen ist es untersagt auf die Strasse zu gehen. Etwa 45.000 Soldaten und 35.000 Polizisten wurden eingesetzt, dass alle zu Hause bleiben. Rund 210.000 Datenermittler zogen von Haus zu Haus. Und wir verbrachten einen ganzen Tag im Hotel.

Ganz früh am Morgen ging unser Bus nach Arica an den Strand und zum Sonne tanken. 10 Stunden Fahrt lagen vor uns.

#Chile #Bolivien

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