Nach unendlicher Fahrt


Von Fowlers Bay aus entlang der Nullabour Plain gönnten wir uns in Norseman eine kostenlose Dusche und fuhren dann nach Heyden zum Wave Rock. Auf dem Weg dahin fanden wir einen kleinen Thorny Devel. Der Wave Rock mit seiner Entstehungsgeschichte war ganz nett anzuschauen. Richtung Perth wurde es dann immer wärmer. Etwa 80km vor Perth übernachteten wir nochmals am Highway und kamen am nächsten Tag in Perth an. Unser erster Weg ging an den Strand.

Nach zwei Tagen Perth fuhren wir weiter Richtung Norden in den Yanchep N.P., um uns Koalas anzuschauen. Einen großen Umweg nahmen wir auf uns in den Nambung N.P., wo die Pinacles zu finden sind. Diese waren nicht, wie wir dachten, Termitenhügel, sondern durch das Wetter geformte Kalksteinspitzen. Für uns hatte sich der weite Umweg von 500 km nicht richtig gelohnt.

Am Tag darauf fuhren wir von Nambung, 60 km Sandpiste, in den Francois Peron N.P. Kaum am Strand angekommen, mussten wir uns den Strand anschauen und entdeckten direkt im flachen Wasser tummelnde Haie. Leider waren sie nicht so gefräßig wie man vermutet und ließen sich nicht angeln.


Als wir in Strandnähe eine Schildkröte im Wasser entdeckten, sahen wir zu schnell das Schnorchelzeug zu schnappen und ins Wasser zu springen. Wie soll es auch anders sein, rammte sich Maik einen Holzsplitter in den Fuß, der ihn heute noch quält. Die Schildkröte bekamen wir bis auf 20 cm zusehen. Am Morgen beobachteten wir noch die jagenden Haie und fuhren dann die 60 km Sandpiste zurück, um unser nächstes Ziel Monkey Mia zu erreichen. Kurz vor Mittag kamen wir in dem touristisch angelegten Dörfchen Monkey Mia an, wo wir uns Delfine anschauten. Zwar war es verboten die Delfine zu berühren, aber es war schon faszinierend, diese friedlichen Tiere so nah am Strand zu sehen. Von da aus fuhren wir gleich weiter in das nächste Krankenhaus – nach Carnarvon, wo sich Maik seinen Splitter herausoperieren ließ.

Eine Nacht auf dem Campingplatz verbracht ging es weiter nach Coral Bay, wo wir am Abend ankamen. An der Südspitze des Ningaloo Reefs führte eine Allradstrecke entlang in Richtung Norden. Leider gab es nur wenige Möglichkeiten zum Schnorcheln. Vor dem Creek mussten wir uns vier Stunden mit angeln vergnügen, da wir auf Grund der Flut nicht über den Fluss fahren konnten. Die Strömung wäre einfach zu stark gewesen. Außerdem gibt es über den Fluss nur einen schmalen Weg, der sicher auf die andere Seite führte. So ging ich voraus und suchte den Weg durchs Wasser. Ganz einfach war das alles nicht. Es soll schon so einige gegeben haben, die an dieser Stelle ihr Auto im Meer versenkt haben.

Heute verbringen wir den ganzen Tag mit Schnorcheln. Auf Grund der Hitze ist das eh die einzige vernünftige Tätigkeit. Morgen noch mal Schnorcheln und dann geht’s weiter Richtung Norden, in der Hoffnung, dass wir trotz Regenzeit wenigstens etwas sehen werden.

#Australien

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