Häkchen auf der Liste


Direkt bei unserer Ankunft in Page gingen wir zum «Lower Canyon», um dort die Mittagstour mitzumachen. Da es ein Indianerreservat ist, durfte man nicht allein rein, sondern musste eine Tour buchen. Also 40 USD pro Person bezahlt und los ging es mit der 12:00 Uhr Tour. Der Canyon ist das absolute Gegenteil vom Grand Canyon. Er ist sehr schmal, so dass man beide Wandseiten mit den Händen berühren kann, und auch nicht tief. Da unsere Tour nicht die einzige war, reihten wir uns auch hier wieder mal in einer Schlange ein und warteten darauf, dass wir durch den Canyon laufen können. Der Canyon ist echt schön mit den Farben und Formen, aber eben nicht, wenn man mit 100ten von Leuten durchgejagt wird.

Vor lauter Vorfreude buchten wir auch noch eine Tour durch den «Upper Canyon» für den nächsten Tag. Also hiess es nochmals «Augen zu und durch». Hier erlebten wir dann auch eines der vielen Superlative unserer Reise, allerdings im negativen Sinne. Dies sollte unsere, mit Abstand, schlechteste Tour im Leben werden. Das Ding ist, dass man dort angeblich nur durch ein Allrad Shuttle zum Eingang vom Canyon kommt. Deshalb zahlten wir dort auch gleich dreimal so viel wie für den «Lower Canyon», in der Hoffnung, dass es sich auszahlt. Wir wissen nun, wie sich eine Herde Schafe fühlt, wenn sie durch den Schäferhund irgendwohin getrieben wird. Unsere vollkompetente Führerin beschwerte sich sogleich nach den ersten 5 Minuten bei ihren Kollegen, wir würden nicht mit ihr sprechen. Korrekt, wir waren auch damit beschäftigt Bilder zu machen, während wir durch den Canyon getrieben wurden. Auf Maik seine Anfrage hin, was wir denn mit ihr reden sollten fühlte sie sich umgehend angegriffen und drohte damit die Tour zum Umdrehen zu zwingen, wenn ich sie weiter behellige. Ok, also hiess es erst recht «Klappe halten» und das ganze über sich ergehen zu lassen.

Als wir dann aus dem Canyon kamen, dachten wir das Schlimmste überstanden zu haben. Die Führerin verkündete uns, sowie zwei anderen Deutschen, nicht mehr mit zurückfahren zu wollen. Ja richtig. Maik hätte im Canyon seine Stimme gegen sie erhoben. Diskutieren führte zu nichts und Maik lief los. Er kam keine 100m und die Dame hatte sich ihre Entscheidung anders überlegt. Auf dem Rückweg realisierten wir, dass es Luftlinie wahrscheinlich wirklich nicht weiter als 1km zu laufen gewesen wäre.

#USA

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