Death Road


Nach unserem Abenteuer im Bus von Uyuni nach La Paz, hatten wir gleich eine Mountainbike Tour für die gefährlichste Strasse der Welt gebucht. Death Road. Mittlerweile ist diese für den öffentlichen Durchgangsverkehr gesperrt, so dass nur wenige Autos darauf unterwegs sind. Den restlichen Tag verbrachten wir in einem 6-stündigen Gespräch mit einem ausgewanderten Schweizer über die 4 tägige Besteigung von Boliviens höchstem Berg, dem Sajama (6542m).

Am Vormittag ging die Death Road Tour los. Mit dem Minibus ging es auf etwa 4700m Höhe, legten da die Sicherheitskleidung an, bekamen die Fahrräder und los ging es. Zwischendrin konnte man bereits Blitze und Donner sehen und hören. Der erste Abschnitt ging auf asphaltierter Strasse, damit man sich an die Bikes gewöhnen kann. Gleich zu Beginn war eine Ölspur auf der Strasse, weshalb 2 Leute aus unserer Gruppe gestürzt sind. Kurz danach fing es wie verrückt an mit regnen. Wir legten unsere wasserdichten Klamotten an und fuhren weiter. Die anderen drei Teilnehmer entschieden sich im Bus weiter zu fahren. Nach den ersten 23 km komplett durchgefroren erreichten wir die Mautstation. Hier erfuhren wir, dass der Guide einer anderen Gruppe in der selben Ölspur gestürzt ist und sich das Handgelenk gebrochen hat.

Weiter ging’s erst mal wieder im Bus bis zum Anfang der eigentlichen Straße. Dort angekommen meinte es Pedrus gar nicht gut mit uns. Es schüttete noch viel schlimmer und das mit Schneeflocken und das bereits auf einer Höhe wo tropische Pflanzen wuchsen. Also fuhren wir noch ein Stück weiter bis wir entschieden dennoch raus ins Nass zu gehen. Die Straße selbst war in atemberaubender Landschaft. Rechts ging es mehrere hundert Meter fast senkrecht hinauf und links bis zu 1000m hinunter – kaum vorstellbar, dass hier Fahrzeuge im Gegenverkehr herumfahren. Das ganze dann überwachsen mit tropischem Regenwald – ganz genau wie im Fernsehen.

Auf dem Weg hinab hat dann ist bei meinem Bike die Pedale fast abgefallen. Sie hatten mir diese dann wieder festgezogen, was nicht Lange hielt. Und später ist mir auch noch die Kette gerissen. Dann hatte ich ein anderes Fahrrad bekommen. Mit dem fuhr es sich noch viel schlimmer als mit dem ersten. Und plötzlich war man schon auf 1100m und am Ende der Tour. Hier ging es dann in ein Ressort mit Pool und Mittagessen. Es war seit vielen Tagen endlich wieder schön warm. Auf dem Rückweg nach La Paz ging es dann bereits ab 4200 m durch den frischen Schnee.

#Bolivien

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